In Wien gibt es ein Wohnprojekt "nur für Frauen". Männer dürfen auch in die Wohnungen einziehen. Aber sie dürfen keinen Mietvertrag unterschreiben. Wenn ein Paar einzieht, steht nur die Frau im Vertrag. Dieses "innovative Wohnkonzept" wird auch noch mit Steuergeldern gefördert. Die Organisatoren des Frauenwohnprojekts [ro*sa] KalYpso ignorieren einfach die Gesetze und diskriminieren Männer ganz offen. Oder diskriminierten. Seit gestern hat sich auf mehrfache Beschwerden betroffener Männer endlich die Gleichbehandlungsstelle der Gemeinde Wien eingeschaltet: "Die im Gesetz zur Bekämpfung von Diskriminierungen (Wr. Antidiskriminierungsgesetz, dzt. LGBl. für Wien 35/2004 idF LGBl. für Wien 13/2008) festgelegten Bestimmungen, insbesondere jene des § 2 ("Verbot der Diskriminierung") leg. cit., sind, in der jeweils geltenden Fassung, einzuhalten." wird in einem Brief klargestellt. Und weiter: "Für die Warteliste gibt es auch weiterhin keine geschlechtsspezifischen Einschränkungen... Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, dass bei Abschluss von Mietverträgen für in Lebensgemeinschaft lebende Personen selbige auf beide Partner ausgefertigt werden." Immerhin konnte die Gemeinde Wien endlich dazu bewegt werden, Stellung zu beziehen. Jetzt müssen wir uns darum kümmern, dass sich die Vertreterinnen des "Frauenwohnprojekts" an diese Anweisungen halten.